Course descriptions

Courses held in English

Introduction to Legal Informatics and Data Protection Law
Legal Informatics consists of the preconditions, applications and repercussions of information technology on the legal system. The preconditions concern the theories underlying the technical developments, as well as argumentation basis in the legal field. This part will focus on the notion of “information”. The applications of information technology on law, are data basis, expert systems, tools for decision making and automated procedures. The repercussions are mainly known as “information law”, which concern not only new disciplines such as data protection and telecommunications but influence nearly all parts of legal science. The history of developments in the main areas in Europe and Germany will be included. The theory of information forms the core of the theoretical part of the course, the analysis of repercussions will focus on Data Protection Law.

European Regulation and Comparative Legal Aspects in the Information Society, including Competition Law

Hardly any other field of law is more influenced by European regulations than that of IT-law. This course seeks to clarify some of the most important of these basic principles. Therefore, it deals with the EU-directives on electronic signature, long distance sales, distance selling of financial services and on e-commerce. We will proceed from the European regulations, analyse them in their genesis and content and then expound the problems of transposing them into national law. The latter will naturally have an emphasis on Germany; alongside, we will take an interest in the regulations of other EU-Member States, which we will compare to the German approach.

Fundamental Aspects of Information Science, Security and Computing

The complexity of information science methods are steadily increasing. Distributed environments in various disciplines are a main factor. Meanwhile, information systems will have to evolve towards ease of use and implementation, concealing the inherent mechanisms. With this process, security concerns continuously become more important, not only including hardware, software, and networking but also regarding concepts, use cases, and social context.

This course gives an overview of the fundamentals of security of information systems in various computing environments showing the mechanisms behind the scenes. Important basics of computer science and security aspects are briefly discussed: hardware and computation systems, software and operating systems as well as various tools, programming languages, and programming paradigms. (Parts i-iii)

The main focus is on security issues regarding applications, internet, protocols, operating systems, firewalls, encryption, steganography, database systems, certificates, digital signatures, intrusion detection, networks, accounting, and licensing issues.

A range of use cases will be discussed in order to acquire an overview from classical to current developments comprising private resource usage, data processing to various up to date implementations for distributed computing environments, Grid computing, and High Performance Computing. (Parts I-III)

Basic practical exercises, a summary and tutorial will complement the course. In addition to this course, an optional excursion to a High Performance Computer / computing centre will be organised if possible.

There are no special informatics prerequisites necessary to take part in this course.

Media Law

Media is not a homogeneous discipline of law, but a cross section of constitutional, public, private and to some extent criminal law. Over the last two decades it has been significantly influenced by the primary and secondary law of the European Union and the European Convention of Human Rights. Media law has become an area of high international impact due to the transmission of content via satellite and Internet over  state borders. The main principles and current disputes in Media Law will be discussed as well as a selection of the most relevant issues in professional law practice will be presented in four blocks.

Copyright Law
Copyright Law, through modern developments in IT and media, has gained in importance, but at the same time is facing new challenges. The course will cover the main concepts and doctrines of copyright law based on international and European sources and from a comparative perspective (Germany, UK, France). The first part will offer an overview of the basic concepts, the protected subject matter and the extent of copyright protection. Following that, specific issues of copyright law with regard to new media services will be discussed in parts two and three, in particular protection of software and databases, the legal framework of copyright protection in the Internet and the specific rules on technical protection measures (‘Digital Rights Management‘).

Courses held in German

Krisenphänomen Rechtstheorie? Juristisches Entscheiden im elektronischen Zeitalter

Diese Veranstaltung stellt sich in einem ersten Teil vor allem folgende Fragen: Ist die überkommene juristische Methodenlehre geeignet, juristisches Arbeiten in unserer Zeit adäquat zu beschreiben und anzuleiten? Inwiefern verändert sich das juristische Entscheidungsverhalten aufgrund der verstärkten Verfügbarkeit elektronisch generierter Rechtsinformation? Welche Rechtsinformationen sind für wen zu welchen Konditionen elektronisch bereitzustellen? Gibt es Gradmesser für juristische Informationsqualität? Inwiefern kann und soll auf Bereitstellung und Qualität von juristischen Informationen mit juristischen Mitteln eingewirkt werden?

In einem zweiten Teil werden die bis dahin gewonnenen Ergebnisse in einen weiteren Zusammenhang gebracht. Wir werden uns mit Fragen zur Steuerbarkeit technologischer Entwicklungen durch Recht insgesamt beschäftigen. Hier werden wir uns Problemen der Internet governance, der notwendigen (?) Verrechtlichung technologischer Standardisierungsprozesse, der namentlich von Lawrence Lessig konstatierten Freiheitsverluste durch Recht im Netz und der "freiheitsstiftenden" Potentiale von Open Source Projekten widmen.
Die Veranstaltung ist sehr stark dialogisch aufgebaut und bietet durch eine zum Konzept gehörende Gruppenarbeit die Möglichkeit, auch rechtspolitisches Arbeiten zu üben. Wiewohl es sich daher um eine rechtstheoretische Veranstaltung handelt, sind die Praxisbezüge stets deutlich und stark betont.

Besonderheiten des Strafrechts im Bereich der Informationstechnologien
Die EDV hat alle gesellschaftlichen Bereiche verändert. Diese Entwicklung hat zwangsläufig zu neuartigen Gefährdungen und Schutzbedürfnissen des Individuums wie auch der Allgemeinheit geführt. Datenschutz, Überwachungsstaat, Computerkriminalität, Internetkriminalität sind einige der Stichworte, die die Herausforderungen an das Recht durch die Datenverarbeitung markieren. Um der neuartigen Kriminalitätsform Herr zu werden, war das Strafrecht bis zum Jahr 1986 auf die engen Möglichkeiten wortlautgebundener Auslegung der traditionellen Straftatbestände verwiesen. Mit dem zweiten Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität (2. WiKG von 1986) und durch das Multimediagesetz (IuKDG von 1997), aber auch durch zahlreiche andere Gesetze hat der Gesetzgeber erste Antworten auf diese neuen Gefährdungen zu geben versucht. Die Lehrveranstaltung will die Erscheinungsformen der Computerkriminalität aufzeigen und mit den neuen Strafgesetzen zur Bekämpfung von Computerkriminalität vertraut machen. Der Schwerpunkt liegt bei der strafrechtlichen Bewertung, wobei von besonderer Wichtigkeit ist, die EDV-spezifischen Besonderheiten dieser Kriminalität herauszuarbeiten, um einer Überkriminalisierung jeglicher EDV-Missbräuche vorzubeugen.

Vertragsdesign, Vertragsverhandlungen, Vertragsrecht im Bereich der Informationstechnologie

Die Aufgabe Verträge zu entwerfen, zu verhandeln, durchzuführen und rechtlich zu überprüfen gehört zu den herausragenden Tätigkeiten der Juristen in der IT-Branche. Wir brauchen gute Werkzeuge, um „von der Idee zum Text“ zu kommen.


Der Kurs vermittelt, gestützt auf lange anwaltliche Praxis, die Grundlagen und Techniken, die dazu gehören und erörtert wichtige Fragen des nationalen und internationalen Vertragsrechts. Der Kurs umfasst vier Blocktage. Der Workshop im vierten Block gibt Einblick in das Harvard-Verhandlungs-Modell. Ein Reader von ca. 300 Seiten erschließt das gesamte Material und gibt wichtige Literaturhinweise.

Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs in Recht und Verwaltung, inklusive Vergaberecht im Bereich der Informationstechnologien
Es wird ein Überblick über die verschiedenen Formen des elektronischen Geschäftsverkehrs in Industrie und Verwaltung gegeben. Dabei werden die für diesen Bereich relevanten nationalen und internationalen Initiativen und gesetzgeberischen Regelwerke erläutert. Erörtert werden insbesondere die wesentlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte von Electronic Data Interchange (EDI) / E-Business im industriellen und administrativen Kontext. Die elektronische Zusammenarbeit von Unternehmen mit öffentlichen und privaten Geschäftspartnern wird am Beispiel des öffentlichen Auftragswesens dargestellt.

Recht der Kommunikationsnetze und -dienste, insbesondere das Recht der Telekommunikation

In der Veranstaltung werden die wesentlichen Aspekte des Telekommunikationsrechts behandelt. Vor dem Hintergrund der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung im Telekommunikationssektor werden die rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb der Themenblöcke Einführung in das TK Recht (A), Entgelte und Regulierungsbehörde (B), Fixed-to-Mobile Termination / Nummernoperabilität / Betreiberauswahl / Kontrolle des Marktzutritts / Universaldienst (C) und Kundenschutz / Datenschutz / Sicherheit (D) erörtert.

IT Prozess- und Verfahrensrecht 

In diesem Kurs sollen die verschiedenen Möglichkeiten sowie spezielle Probleme der Rechtsdurchsetzung in IT-Rechtsstreitigkeiten vermittelt werden, wobei der Kurs neben IT-Streitigkeiten auch die damit verwandten und in der Praxis der Prozessführung besonders häufigen IP-Streitigkeiten behandelt. Dabei wird neben den Grundlagen des Verletzungsprozesses ein besonderes Schwergewicht auf die in der IT- / IP-Rechts-Praxis besonders relevante einstweilige Verfügung gelegt. Ein Schwerpunkt des Kurses stellt der Verletzungsprozess dar, d. h. die Verletzungen von Software, Markenrechten etc., etwa durch Produktpiraten mit den verschiedenen Klagemöglichkeiten, Rechtsdurchsetzungsstrategien und prozessualen Fragestellungen. Darüber hinaus werden Strategien und Ablauf von gescheiterten Softwareprojekten, d. h. insbesondere Softwaremängelprozessen, behandelt. Schließlich werden Einzelfragen wie gerichtliche Zuständigkeit (insbesondere internationale Zuständigkeit), Gebrauchtsoftware und Verfahrensrecht, Internet und Verfahrensrecht sowie Strategien zur nationalen und internationalen Rechtedurchsetzung und –sicherung angesprochen.

Ziel des Kurses ist es, dass die Teilnehmer ein Verletzerverfahren von der ersten Feststellung der Verletzung bis zur Vollstreckung gestalten können und entsprechende Abmahnschreiben und Klageentwürfe erstellen können. Im Falle von Vertragsverletzungen aus Softwareprojekten ist es das Ziel, dass die Teilnehmer die jeweils beste Strategie wählen können und die dafür erforderlichen Schritte einleiten können. Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel, dass in den angesprochenen Einzelfragen und Spezialthemen die Teilnehmer einen Überblick bekommen, wie in den jeweiligen Bereichen in der Praxis vorzugehen ist.