Hannover - "Großstadt im Grünen"
Schon zur Zeiten des Königreichs Hannover und infolge der Preußischen Annexion zwischen 1866 und 1946 war Hannover Hauptstadt der Reichsgebiete. Mit der Gründung des Landes Niedersachsen 1946 wurde Hannover zur Landeshauptstadt Niedersachsens.
Eingebettet vom niedersächsischen Bergland und Ausläufern des Weserberglandes liegt Hannover inmitten des Leine-Tals, desses gleichnamiger Fluss die Stadt umwegen durchläuft. Doch nicht nur das grüne und weitläufige Umland der Stadt, sondern die unzähligen öffentlichen Grünflächen geben Hannover die charmante Bezeichnung "Grundstadt im Grünen". Und das zu Recht. Die grünen Inseln bedecken über 11 Prozent des gesamten Stadtgebietes. Dabei umfasst allein der zentrumsnahe Stadtwald "Eilenriede" eine Größe von 650 Hektar und wird als "grüne Lunge" der Stadt bezeichnet. Zum Vergleich: Der Central Park in New York umfasst lediglich ein Gebiet von 340 Hektar.
Ein weiteres Highlight und zugleich eines der kulturellen Zentren Hannovers ist der 78 Hektar große Maschsee im Herzen der Stadt. Neben zahlreichen Sport- und Erholungsmöglichkeiten verwandelt sich der Maschsee einmal jährlich zu einer der größten Feiermeilen Deutschlands, dem "Maschseefest". Ein vielfältiges Unterhaltungs- und Gastronomieangebot zieht dabei jährlich rund zwei Millionen Menschen an.
Stadt mit bewegter Geschichte - Heimat eines Universalgelehrten
Einkehr in die Geschichtsbücher fand Hannover als mittelalterliche Siedlung. Dem Namen nach lag die Siedlung an einer vor Hochwasser geschützten Erhöhung der Leine - sodass sich "Honovere" vermutlich mit "Hohes Ufer" übersetzen lässt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die inzwischen zur Festung ausgebaute Stadt Residenzstadt.
Im Jahr 1676 wurde der in Leibzig geborene "Universalgelehrte" Gottfried Wilhelm Leibniz von Herzog Johann Friedrich zum Hofrat und Leiter desses Bibliothek berufen. Der Namensgeber der Universität Hannover und berühmtester Bürger erfand in seiner Schaffenszeit unter anderem das binäre Zahlensystem, welches bis heute Einfluss auf unzählige technische Fortschritte hat. Leibniz lebte Zeit seines Lebens in Hannover und wurde somit einer der bedeutensten Gesichter der Stadt.
Das heute noch erhaltene historische Zentrum der Stadt grenzt an die im 14. Jahrhundert erbaute Marktkirche an, die von dem ebenfalls historischen Marktplatz mit seinem Marktbrunnen umschlossen wird. Zusammen mit dem Alten Rathaus ist sie seither Zeugnis der norddeutschen Backsteingotik. Prägenden Einfluss auf das Stadtbild hatte anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts der Architekt und Stadtplaner Georg Friedrich Laves. Die bis heute erhaltenen Gebäude wie das Opernhaus, die Waterloosäule, das Wangenheimpalais, Teile des Leineschlosses (heute Sitz des Niedersächsischen Landtages) und das Laveshaus tragen ein von Laves aufgenommenes klassizistisches Gewand.
Neben neogotischen Einflüssen, die vor allem die zahlreichen Kirchen der Stadt zieren, ist aber vor allem das im Stil des Eklektizismus erbaute und 1913 eröffnete "Neue Rathaus" einer der historisch erwachsenen Gebäude, die das Stadtbild unverkennbar machen. Weltweit fast einzigartig ist der Kuppelaufzug des Rathauses, der die Besucher in einem bogenförmigen Fahrverlauf zur Aussichtsplattform bringt, die mit einer Höhe von knapp 100m einen fantastischen Blick über das weitläufige Stadtgebiet ermöglicht. Neben historischer Architektur wird das Gesicht Hannovers heute durch zahlreiche Architektur der Gegenwart geprägt. Markante Beispiele sind dabei das gläserne Verwaltungsgebäude der Nord/LB und das gläserne Torhaus am Aegidientorplatz, sowie der in preisgekrönt gewagter Asymetrie errichtere Gehry-Tower im Zentrum der Stadt.
Eine Reise durch Hannover auf dem "Roten Faden"
Wer keine Sehenswürdigkeiten Hannovers verpassen will, begibt sich auf die Reise auf dem "Roten Faden". Die sprichwörtlich gemalte rote Linie führt Interessierte auf einer Strecke von 4,2 Kilometern durch 36 bekannte, aber auch versteckte Ecken der Stadt. Wer jedoch den historischen Weg der Stadt verlassen möchte, den führt die Reise an den am Stadtrand gelegenen Expo-Park. Als weltweit führende Messestadt und Gastgeber der Expo 2000 öffnet Hannover noch heute die Tore für viele der einzigartigen Bauwerke auf dem Messegelände. Technikbegeisterte aus aller Welt treffen zudem jedes Jahr im März auf der weltgrößten Computermesse CeBIT zusammen.
Naherholung und Erlebnis in der "Grünen Lunge des Nordens"
Das erlebnisreichste Ausflugsziel Hannovers ist der im Herzen der Stadt gelegene "Zoo Hannover", der sich seit Mitte der 90er Jahre in mehreren Umbauschritten zu einem modernen Erlebnis-Zoo gewandelt hat. Dabei wird der Besucher auf eine Reise durch Themenwelten wie den Sambesi, den Dschungelpalast, den Gorillaberg und das Yukonbay geschickt, um Abenteuer in einer authentischen und artgerechten Umgebung zu erleben.
Neben weiteren Ausflugszielen wie dem Tiergarten oder den Expo-Gärten, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Leibniz-Universität das gartenarchitektonische Aushängeschild der Stadt, die Herrenhäuser Gärten. Aus dem aus mehreren kleineren und größeren Gärten sowie Gebäuden bestehende floristische Areal sticht dabei der Große Garten heraus. Mit seiner einzigartigen Gestaltung und der 80 Meter hohen Fontäne zählt er zu den bedeutensten europäischen Barockgärten und ist zugleich Schauplatz abwechslungsreicher Veranstaltungen, wie z.B. dem "Internationalen Feuerwerkswettbewerb", bei dem sich in den Sommermonaten Pyrotechniker aus aller Welt einer fachkundigen Jury stellen und ihre Shows zu Musik präsentieren. In dieses einmalige Umfeld hat im Jahr 2007 auch das "Sea Life Centre" Einzug gefunden, das mit seinen über 5.000 tropischen Süß- und Salzwasserfischen Unterwasserwelten für jung und alt greifbar macht.
Kunst! Kultur! Freizeit! - Stadt der Museen und Theater
Wer auf der Suche nach kultureller Abwechslung ist, der ist
in Hannover genau richtig! Das Niedersächsische Landesmuseum stellt
einen Querschnitt aus Kunst, Zoologie, Ur- und Frühgeschichte, sowie
völkerkultureller Geschichte dar und ist damit eine einzigartige
Zusammenfassung unterschiedlicher Disziplinen.
Wer sich auf einen
rein geschichtlichen Pfad begeben möchte, dem wird im Historischen
Museum die Geschichte Hannovers von der mittelalterlichen Siedlung bis
zur heutigen Technik- und Messestadt nähergebracht. Das wohl bekannteste
Museum der Stadt ist jedoch das Sprengelmuseum am Ufer des Maschsees.
Neben ständig wechselnden Ausstellungen präsentiert das Museum
schwerpunktmäßig sowohl Werke der klassischen Moderne von Kurt
Schwitters, Werke deutschen und französischen Kubismus, als auch
Grafiken und Werke von Fotografie und Medien.
Kulturelle Highlights Hannovers sind die "Lange Nach der
Theater" und das "Festival Theaterformen", die den Besucher auf einen
Weg durch mehrere Aufführungsorte führen, um möglichst unterschiedlichen
Ensembles die Chance zu geben, ihr Können zu präsentieren. Außerdem
bieten ganzjährig zahlreiche Bühnen ein abwechslungsreiches Programm. Zu
den wohl bekanntesten zählen das Schauspielhaus Hannover, der Ballhof,
die Cumberlandsche Bühne, das Neue Theater und Theater am Aegi. Jedoch
ist Hannover gleichfalls bekannt für seine vielen kleineren Bühnen, die
über die ganze Stadt verteilt sind und das kulturelle und moderne Gefühl
der Stadt prägen. In seiner klassischen Form bietet das Opernhaus im
Zentrum der Stadt Tanz- und Ballettaufführungen des Niedersächsischen
Staatstheaters an.
In zahlreichen größeren und kleineren Kinos in
der ganzen Stadt wird über aktuelle Filme, Arthauskunst und historische
Werke ein breites Angebot geschaffen, welches die kulturelle
Vielseitigkeit Hannovers wiederspiegelt. Eine wahre Besonderheit und
zugleich ein Geheimtipp ist das Kino "Hochhaus Lichtspiele" im
Anzeiger-Hochhaus, welches mit einer Höhe von 33,88 Metern über
Straßenniveau deutschlands höchstes Kino ist. Wer Feiern will, den
erwarten neben zahlreichen Discos und Bars auch jährlich stattfindende
Veranstaltungen. Das neben dem Maschseefest bekannteste Fest ist das
Schützenfest Hannover. Mit über 5000 Schützen, rund 260 Schaustellern,
fünf großen Festzelten und knapp zwei Millionen Besuchern ist es das
größte Schützenfest der Welt. Dabei ist zugleich der Schützenausmarsch
mit rund 12.000 Teilnehmern und über 60 Festwagen der längste Festumzug
Europas.
"Sportstadt im Norden"
Mit seinen Grünflächen, Gartenarealen und
Naherholungsgebieten ist Hannover die ideale Umgebung für
Sportbegeisterte und Hobbysportler. Unzählige Vereine, aber auch
öffentliche Sportplätze bieten jedem Sportinteressierten vielseitige
Möglicheiten, seinen Hobbies nachzugehen. Sportliches Herz der Stadt ist
jedoch der in der 1. Bundesliga spielende Hannoversche Sportverein von
1896 e.V., kurz "Hannover 96" oder "Die Roten". Seine Heimspiele trägt
die Mannschaft in der zur WM 2006 modernisierten AWD-Arena aus, desses
emotionale Stimmung Spiel für Spiel bis zu 49.000 Menschen anzieht.
Großstadt mit exzellenter Verkehrsstruktur
Hannover verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz.
Acht Regionalbahnlinien der DB Regio AG und der Metronom
Eisenbahngesellschaft und acht S-Bahnlinien erschließen die Region.
Zusammen mit zwölf Stadtbahnlinien und über 150 Buslinien der üstra und
der RegioBus gewährleisten sie den Öffentlichen Personennahverkehr
(ÖPNV) der Stadt und des Umlands. Für alle Busse und Bahnen des
Nahverkehrs gilt der Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbunds
Großraum-Verkehr Hannover (GVH). Vom nördlich des Hauptbahnhofs
gelegenen Zentralen Omnibusbusbahnhof (ZOB) steuern Linienbusse Ziele
sowohl in der Region Hannover als auch in ganz Deutschland und Europa
an. Dabei können Studenten der Leibniz-Universität Hannover mit ihrem
Semesterticket den gesamten Personennahverkehr ohne zusätzliche Gebühren
nutzen!






